Dr. med. Markus Scherbring    

Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Jenastieg 5, 38124 Braunschweig

Tel. 0531/690356

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Schutzimpfung gegen Rotaviren

 

Was sind Rotaviren?  
 

Rotaviren sind eine Gruppe von Erregern, die neben anderen Erregern weltweit häufig Durchfallerkrankungen auslösen. Rotaviren vermehren sich im Dünndarm und werden über den Stuhl ausgeschieden. Die Krankheit ist hochansteckend. Besonders häufig sind Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Meist wird die Krankheit durch Kontaktinfektionen oder Schmierinfektionen übertragen. Auch Wasser oder Lebensmittel können eine Rolle spielen.

Viele Kinder erkranken schon sehr früh im Leben, da es kaum möglich ist den sehr umweltstabilen Erreger von kleinen Kindern fern zu halten.

Hauptsymptome der Erkrankung sind häufige, sehr wässrige Durchfälle, Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Krankheit dauert mistens 2 bis 6 Tage. Gefürchtet ist das "Austrocknen" der Patienten durch die vielen Durchfälle. Zusammen mit den Elektrolytverlusten kann die Krankheit besonders bei Kleinkindern und Säuglingen einen Klinikaufenthalt notwendig machen. Tödliche Verläufe sind aber in Deutschland sehr selten.  

 

Wer sollte geimpft werden?  
 

Theoretisch ist die Impfung bei allen Säuglingen ab 6 Wochen möglich, die nicht unter die Ausnahmen "Wer sollte nicht geimpft werden"  fallen.

Momentan wird die Impfung gegen Rotaviren nicht von der Stiko (Ständige Impfkommission) empfohlen.

 

Zeitpunkt einer Impfung:  
 

Der erhältliche Impfstoff ist für Säuglinge ab 6 Wochen zugelassen.

Mit 24 bis 26 Wochen soll die Impfserie abgeschlossen sein. Die Impfung kann mit allen Impfungen, die zu diesem Zeitpunkt empfohlen werden, kombiniert werden.

 

Wer sollte nicht geimpft werden?  
 

Bei akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen, besonders bei Magen-Darm-erkrankungen, sollte nicht geimpft werden und die Impfung verschoben werden. Ebenso sollten keine Kinder geimpft werden, die eine Immunmangelkrankheit haben (egal ob angeboren, erworben oder durch Medikamente bedingt). Angeborene Fehlbildungen des Verdauungstraktes oder Darmverschlüsse bei Säuglingen und Kindern sind ebenfalls Kontraindikationen.

 

Impfstoff, Impfstoffverabreichung  
 

Der Rotavirus-Impfstoff enthält abgeschwächte, lebende Viren. Je nach Impfstoff wird dieser 2 oder 3 Mal im Abstand von mindestens 4 Wochen geschluckt.

 

Nebenwirkungen  
 

Nach der Impfung muss der Geimpfte sich nicht schonen. Er kann weiterhin seine normale Nahrung aufnehmen.

In Einzelfällen kann der Impfstoff auf Ungeschützte übertragen werden. Diese erkranken jedoch nicht. Auch für Schwangere ist dieses ungefährlich.

Beim Windelwechseln gelten die üblichen Hygienemaßnahmen.

Nach der Impfung kann es sowohl zu Durchfall, als auch zu Verstopfungen kommen. Ebenso kann Erbrechen oder Fieber auftreten. Auch wurden Reizbarkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit oder aber auch vermehrter Schlaf beobachtet.

 

 

Impfkomplikationen  
 

Impfkomplikationen gehen über das normale Maß einer Nebenwirkung hinaus. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen sind zwar möglich, bislang jedoch nicht beobachtet worden. Ein Hautausschlag tritt sehr selten auf. 

 

Literatur:  
 

Epidemiologisches Bulletin Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage Infektionen bei Kindern und Jugendlichen

Deutsches Grünes Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg

 

                       

 

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Diese Homepageseite wurde zuletzt überarbeitet am 23. Dezember 2007.

 

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