| |
Schutzimpfung
gegen Rotaviren
|
| Was sind
Rotaviren? |
|
| |
Rotaviren sind eine Gruppe von
Erregern, die neben anderen Erregern weltweit häufig
Durchfallerkrankungen auslösen. Rotaviren vermehren sich im Dünndarm und
werden über den Stuhl ausgeschieden. Die Krankheit ist hochansteckend.
Besonders häufig sind Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Meist wird
die Krankheit durch Kontaktinfektionen oder Schmierinfektionen
übertragen. Auch Wasser oder Lebensmittel können eine Rolle spielen.
Viele
Kinder erkranken schon sehr früh im Leben, da es kaum möglich ist den
sehr umweltstabilen Erreger von kleinen Kindern fern zu halten.
Hauptsymptome
der Erkrankung sind häufige, sehr wässrige Durchfälle, Fieber, Erbrechen
und Bauchschmerzen. Die Krankheit dauert mistens 2 bis 6 Tage.
Gefürchtet ist das "Austrocknen" der Patienten durch die vielen
Durchfälle. Zusammen mit den Elektrolytverlusten kann die Krankheit
besonders bei Kleinkindern und Säuglingen einen Klinikaufenthalt
notwendig machen. Tödliche Verläufe sind aber in Deutschland sehr
selten.
|
| Wer sollte
geimpft werden? |
|
| |
Theoretisch ist die Impfung bei allen
Säuglingen ab 6 Wochen möglich, die nicht unter die Ausnahmen "Wer
sollte nicht geimpft werden" fallen.
Momentan wird die Impfung
gegen Rotaviren nicht von der Stiko (Ständige Impfkommission) empfohlen.
|
| Zeitpunkt einer
Impfung: |
|
| |
Der erhältliche Impfstoff ist für Säuglinge ab 6 Wochen zugelassen.
Mit 24 bis 26 Wochen soll die Impfserie
abgeschlossen sein. Die Impfung kann mit allen Impfungen, die zu diesem
Zeitpunkt empfohlen werden, kombiniert werden.
|
| Wer sollte
nicht geimpft werden? |
|
| |
Bei akuten, behandlungsbedürftigen
Erkrankungen, besonders bei Magen-Darm-erkrankungen, sollte nicht
geimpft werden und die Impfung verschoben werden. Ebenso sollten keine
Kinder geimpft werden, die eine Immunmangelkrankheit haben (egal ob
angeboren, erworben oder durch Medikamente bedingt). Angeborene
Fehlbildungen des Verdauungstraktes oder Darmverschlüsse bei Säuglingen
und Kindern sind ebenfalls Kontraindikationen.
|
| Impfstoff, Impfstoffverabreichung |
|
| |
Der Rotavirus-Impfstoff enthält
abgeschwächte, lebende Viren. Je nach Impfstoff wird dieser 2 oder 3 Mal
im Abstand von mindestens 4 Wochen geschluckt.
|
| Nebenwirkungen |
|
| |
Nach der Impfung muss der Geimpfte sich
nicht schonen. Er kann weiterhin seine normale Nahrung aufnehmen.
In Einzelfällen kann der Impfstoff auf
Ungeschützte übertragen werden. Diese erkranken jedoch nicht. Auch für
Schwangere ist dieses ungefährlich.
Beim Windelwechseln gelten die üblichen
Hygienemaßnahmen.
Nach der Impfung kann es sowohl zu
Durchfall, als auch zu Verstopfungen kommen. Ebenso kann Erbrechen oder
Fieber auftreten. Auch wurden Reizbarkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit oder
aber auch vermehrter Schlaf beobachtet.
|
| Impfkomplikationen |
|
| |
Impfkomplikationen gehen über das normale Maß
einer Nebenwirkung hinaus. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen
sind zwar möglich, bislang jedoch nicht beobachtet worden. Ein Hautausschlag
tritt sehr selten auf.
|
|
Literatur: |
|
| |
Epidemiologisches Bulletin
Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage
Infektionen bei Kindern und Jugendlichen
Deutsches Grünes
Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg
|