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Schutzimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken
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| Was sind Masern, Mumps,
Röteln, Windpocken? |
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Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sind
Viren, die vorwiegend im Kindesalter, selten jedoch auch im Erwachsenenalter,
krank machen können. Gegen alle vier Krankheiten schützt nur die rechtzeitige
Impfung.
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Masern |
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Die Maserninfektion verläuft häufig schwer.
Sie dauert ca. 2 Wochen und geht mit einem charakteristischen Hautausschlag,
hohem Fieber, Husten und einer Bindehautentzündung einher. Komplikationen sind
Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und seltener eine Hirnhautentzündung,
die zu geistiger und körperlicher Behinderung führen kann. Um so älter der
Patient ist, desto häufiger und schwerwiegender sind die Komplikationen.
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Mumps |
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Mumps, auch als „Ziegenpeter“ bekannt, zeigt
als Leitsymptome eine Schwellung der Speicheldrüsen, Fieber und Kopfschmerzen.
Bei jedem 10. Erkrankten kommt eine Entzündung der Hirnhäute oder des Gehirns
hinzu. Eine typische, wenn auch seltene Komplikation ist der Hörverlust. Bei
jedem 4. erkrankten Jugendlichen oder Erwachsenen kommt es durch eine Entzündung
der Hoden oder der Eierstöcke zur Unfruchtbarkeit.
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Röteln |
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Diese meist leicht verlaufene Viruserkrankung
ist durch Fieber, ein typisches Exanthem und Lymphknotenschwellungen
charakterisiert. Häufig fallen erkrankte Menschen nicht auf, obwohl sie
ansteckend sind.
Wird eine nichtimmune Schwangere mit Röteln
infiziert, so können die Viren auf das ungeborene Kind übergehen und schwerste
Schäden verursachen (Missbildungen am Gehirn, Auge, Ohr und Herz). Eine
bleibende Behinderung ist die Folge.
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Windpocken |
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Windpocken (Varizellen) sind hoch ansteckend.
Als Komplikationen können Entzündungen des Klein- und Großhirns, der Hirnhäute,
Abszesse an der Haut, Narbenbildungen, Lungenentzündungen, Geweberückgänge und –entzündungen,
Leber-, Gelenk- und Herzentzündungen, Nieren und Blutbildveränderungen
auftreten. Bei abwehrgeschwächten Menschen können Windpocken lebensbedrohlich
verlaufen.
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Impfstoffe |
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Der Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfstoff
enthält abgeschwächte, lebende Viren, die sich im Geimpften
vermehren. Die Impfung wird unter die Haut gespritzt.
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Wer wird wann geimpft? |
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Die Impfungen werden für Jungen und Mädchen ab
dem 12. Lebensmonat empfohlen.
Die 1. Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung sollte
frühestens nach 4 Wochen, spätestens bis zum 2. Geburtstag durch eine
Zweitimpfung aufgefrischt werden. Auch Jungen sollen gegen Röteln geimpft
werden, damit keine Übertragung der Krankheit auf eine Schwangere erfolgen kann.
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Wer soll nicht geimpft werden? |
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Leidet Ihr Kind an einer Erkrankung des
Nervensystems, sprechen Sie dieses bitte vor der Impfung erneut an. Auch wenn
Ihr Kind hohes Fieber hat oder eine schwere Erkrankung gerade überstanden hat,
sollte die Impfung verschoben werden.
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| Nebenwirkungen |
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Selten kommt es nach einer Impfung zu leicht
erhöhter Temperatur bis 38,5 Grad. Dieses ist kein Grund zur Sorge. Bei sehr
hohem Fieber oder anderen Auffälligkeiten können Sie sich gerne beraten lassen.
Gelegentlich kommt es für wenige Tage nach
einer Impfung zu einer Lokalreaktion an der Impfstelle. So kann eine
schmerzempfindliche Rötung und Schwellung auftreten. Manche Kinder sind auch
gereizt, appetitlos oder schläfrig, einige zeigen einen nicht ansteckenden
Hautausschlag. Jede Auffälligkeit, die Ihnen Sorge bereitet, sprechen Sie bitte
bei mir an, so dass ich Ihnen beratend und helfend zur Seite stehen kann.
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Impfkomplikationen |
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Impfkomplikationen gehen über das normale Maß
einer Nebenwirkung hinaus. Anzeichen sind Apathie, Kreislaufschwäche, Blässe
oder Krämpfe. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen
sind ebenfalls extrem selten. Häufig ist dafür dann nicht der geimpfte Erreger,
sondern im Impfstoff vorhandenes Konservierungsmittel verantwortlich.
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Literatur: |
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Epidemiologisches Bulletin
Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage
Infektionen bei Kindern und Jugendlichen
Deutsches Grünes
Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg
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wurde zuletzt überarbeitet am 20. September 2009.
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