Dr. med. Markus Scherbring    

Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Jenastieg 5, 38124 Braunschweig

Tel. 0531/690356

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Schutzimpfung gegen  Masern, Mumps, Röteln und Windpocken

 

 

 

Was sind Masern, Mumps, Röteln, Windpocken?  
 

Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sind Viren, die vorwiegend im Kindesalter, selten jedoch auch im Erwachsenenalter, krank machen können. Gegen alle vier Krankheiten schützt nur die rechtzeitige Impfung.

 

Masern  
 

Die Maserninfektion verläuft häufig schwer. Sie dauert ca. 2 Wochen und geht mit einem charakteristischen Hautausschlag, hohem Fieber, Husten und einer Bindehautentzündung einher. Komplikationen sind Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und seltener eine Hirnhautentzündung, die zu geistiger und körperlicher Behinderung führen kann. Um so älter der Patient ist, desto häufiger und schwerwiegender sind die Komplikationen.

 

Mumps  
 

Mumps, auch als „Ziegenpeter“ bekannt, zeigt als Leitsymptome eine Schwellung der Speicheldrüsen, Fieber und Kopfschmerzen. Bei jedem 10. Erkrankten kommt eine Entzündung der Hirnhäute oder des Gehirns hinzu. Eine typische, wenn auch seltene Komplikation ist der Hörverlust. Bei jedem 4. erkrankten Jugendlichen oder Erwachsenen kommt es durch eine Entzündung der Hoden oder der Eierstöcke zur Unfruchtbarkeit.

 

Röteln  
 

Diese meist leicht verlaufene Viruserkrankung ist durch Fieber, ein typisches Exanthem und Lymphknotenschwellungen charakterisiert. Häufig fallen erkrankte Menschen nicht auf, obwohl sie ansteckend sind.

Wird eine nichtimmune Schwangere mit Röteln infiziert, so können die Viren auf das ungeborene Kind übergehen und schwerste Schäden verursachen (Missbildungen am Gehirn, Auge, Ohr und Herz). Eine bleibende Behinderung ist die Folge.

 

Windpocken  
 

Windpocken (Varizellen) sind hoch ansteckend. Als Komplikationen können Entzündungen des Klein- und Großhirns, der Hirnhäute, Abszesse an der Haut, Narbenbildungen, Lungenentzündungen, Geweberückgänge und –entzündungen, Leber-, Gelenk- und Herzentzündungen, Nieren und Blutbildveränderungen auftreten. Bei abwehrgeschwächten Menschen können Windpocken lebensbedrohlich verlaufen.

 

Impfstoffe  
 

Der Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfstoff enthält abgeschwächte, lebende Viren, die sich im Geimpften vermehren. Die Impfung wird unter die Haut gespritzt.

 

Wer wird wann geimpft?  
 

Die Impfungen werden für Jungen und Mädchen ab dem 12. Lebensmonat empfohlen.

Die 1. Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung sollte frühestens nach 4 Wochen, spätestens bis zum 2. Geburtstag durch eine Zweitimpfung aufgefrischt werden. Auch Jungen sollen gegen Röteln geimpft werden, damit keine Übertragung der Krankheit auf eine Schwangere erfolgen kann.

 

Wer soll nicht geimpft werden?  
 

Leidet Ihr Kind an einer Erkrankung des Nervensystems, sprechen Sie dieses bitte vor der Impfung erneut an. Auch wenn Ihr Kind hohes Fieber hat oder eine schwere Erkrankung gerade überstanden hat, sollte die Impfung verschoben werden.

 

Nebenwirkungen  
 

Selten kommt es nach einer Impfung zu leicht erhöhter Temperatur bis 38,5 Grad. Dieses ist kein Grund zur Sorge. Bei sehr hohem Fieber oder anderen Auffälligkeiten können Sie sich gerne beraten lassen.

Gelegentlich kommt es für wenige Tage nach einer Impfung zu einer Lokalreaktion an der Impfstelle. So kann eine schmerzempfindliche Rötung und Schwellung auftreten. Manche Kinder sind auch gereizt, appetitlos oder schläfrig, einige zeigen einen nicht ansteckenden Hautausschlag. Jede Auffälligkeit, die Ihnen Sorge bereitet, sprechen Sie bitte bei mir an, so dass ich Ihnen beratend und helfend zur Seite stehen kann.

 

Impfkomplikationen  

 

 

Impfkomplikationen gehen über das normale Maß einer Nebenwirkung hinaus. Anzeichen sind Apathie, Kreislaufschwäche, Blässe oder Krämpfe. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen sind ebenfalls extrem selten. Häufig ist dafür dann nicht der geimpfte Erreger, sondern im Impfstoff vorhandenes Konservierungsmittel verantwortlich.

 

Literatur:  
 

Epidemiologisches Bulletin Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage Infektionen bei Kindern und Jugendlichen

Deutsches Grünes Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg

 

 

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Diese Homepageseite wurde zuletzt überarbeitet am 20. September 2009.

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