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Schutzimpfung
gegen Humane Papillomviren (HPV)
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| Was ist HPV? |
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Humane Papillomviren (HPV) sind eine Gruppe von
Erregern die folgende Krankheiten auslösen:
- sie sind die
wichtigste Ursache des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom)
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sie verursachen mögliche Vorstufen dieser Erkrankung
- sie verursachen
bösartige Erkrankungen der Scheide und der äußeren Geschlechtsorgane
bei Frau (und Mann)
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sie verursachen infektiöse Warzen (sog. Feigwarzen) bei beiden
Geschlechtern
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Papillomviren
kommen weltweit vor. Sie sind hochansteckend und werden beim
Geschlechtsakt übertragen.50 bis 70 Prozent aller Menschen infizieren
sich im Laufe ihres Lebens. Sobald die Person sexuell aktiv wird,
beginnt die Gefährdung. Momentan ist der Häufigkeitsgipfel der Infektion
zwischen 18 und 28 Jahren.
Häufig
bleibt die Erkrankung ohne Krankheitszeichen und ist nur vorübergehender
Natur. Sie kann aber auch andauern. Bei diesem kleinen Teil der
Infizierten kann es zu einer Präkanzerose (Krebsvorstufe) kommen. Diese
tritt meistens 10 bis 15 Jahre nach der Infektion auf. Der
Höhepunkt des Gebärmutterhalskrebses liegt zwischen dem 35. und 45.
Lebensjahr.
Über
40 Virustypen sind sexuell übertragbar. Die "bösartigsten" Typen
sind HPV 16 und HPV 18. Sie verursachen mehr als 70 Prozent der
Gebärmutterhalskrebserkrankungen. HPV 6 und HPV 11 sind in mehr als 90
Prozent für die Feigwarzen verantwortlich.
Nach neuesten Erkenntnissen ist die
HPV-Impfung die wirksamste Schutzmassnahme. Auch Kondome schützen nicht.
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| Impfstoff |
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Der Impfstoff ist ein biotechnologisch
hergestellter Totimpfstoff. Er enthält virusähnliche Partikel und
Aluminiumhydroxid zur Verstärkung der Wirkung. Der Körper produziert als
Immunantwort Antikörper.
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| Wer sollte
geimpft werden? |
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Der
Impfstoff ist bisher für Mädchen und junge Frauen zwischen 9 und 26
Jahren geprüft.
Momentan wird die Impfung
gegen HPV von der Stiko (Ständige Impfkommission) für alle Mädchen von
12 bis 17 Jahren empfohlen (Stand 23. März 2007).
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| Zeitpunkt einer
Impfung: |
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Besonders sinnvoll ist die Impfung vor Beginn der sexuellen Aktivität.
Die HPV-Impfung wird 3 Mal in einen Muskel geimpft (Oberarm oder
Oberschenkel). Die Zeitabstände sind 0 - 2- 6 Monate bzw. 0-1-6 Monate
je nach verwendetem Impfstoff.
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| Wer sollte
nicht geimpft werden? |
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Bei akuten, behandlungsbedürftigen
Erkrankungen sollte nicht
geimpft werden und die Impfung verschoben werden. Bei einer Krankheit
des Gerinnungssystems sollte mit besonderer Vorsicht geimpft werden.
Über Impfungen während einer
Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor. Daher sollte erst nach der
Geburt geimpft werden.
Während der Stillzeit kann geimpft
werden.
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| Nebenwirkungen |
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Nach der Impfung sollte der Impfling
ungewohnte Belastungen 3 Tage meiden. Es kann zu Rötungen oder
Schwellungen an der Impfstelle kommen. Meistens klingen diese Symptome,
die auch schmerzhaft sein können, nach 1 bis 3 Tagen ab.
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| Impfkomplikationen |
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Impfkomplikationen gehen über das normale Maß
einer Nebenwirkung hinaus. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen
sind zwar möglich, bislang jedoch nicht beobachtet worden. Ein Hautausschlag
tritt sehr selten auf.
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Literatur:
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Epidemiologisches Bulletin
Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage
Infektionen bei Kindern und Jugendlichen
Deutsches Grünes
Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg
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