Dr. med. Markus Scherbring    

Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Jenastieg 5, 38124 Braunschweig

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Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV)

 

Was ist HPV?  
 

Humane Papillomviren (HPV) sind eine Gruppe von Erregern die folgende Krankheiten auslösen:

-    sie sind die wichtigste Ursache des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom)

-    sie verursachen mögliche Vorstufen dieser Erkrankung

-    sie verursachen bösartige Erkrankungen der Scheide und der äußeren Geschlechtsorgane bei Frau (und Mann)

-    sie verursachen infektiöse Warzen (sog. Feigwarzen) bei beiden Geschlechtern

 

   

Papillomviren kommen weltweit vor. Sie sind hochansteckend und werden beim Geschlechtsakt übertragen.50 bis 70 Prozent aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens. Sobald die Person sexuell aktiv wird, beginnt die Gefährdung. Momentan ist der Häufigkeitsgipfel der Infektion zwischen 18 und 28 Jahren.

Häufig bleibt die Erkrankung ohne Krankheitszeichen und ist nur vorübergehender Natur. Sie kann aber auch andauern. Bei diesem kleinen Teil der Infizierten kann es zu einer Präkanzerose (Krebsvorstufe) kommen. Diese tritt meistens 10 bis 15 Jahre nach der  Infektion auf. Der Höhepunkt des Gebärmutterhalskrebses liegt zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr.

Über 40 Virustypen sind sexuell übertragbar. Die "bösartigsten"  Typen sind HPV 16 und HPV 18. Sie verursachen mehr als 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebserkrankungen. HPV 6 und HPV 11 sind in mehr als 90 Prozent für die Feigwarzen verantwortlich.

Nach neuesten Erkenntnissen ist die HPV-Impfung die wirksamste Schutzmassnahme. Auch Kondome schützen nicht.

 

Impfstoff  
 

 

Der Impfstoff ist ein biotechnologisch hergestellter Totimpfstoff. Er enthält virusähnliche Partikel und Aluminiumhydroxid zur Verstärkung der Wirkung. Der Körper produziert als Immunantwort Antikörper.

 

Wer sollte geimpft werden?  
 

Der Impfstoff ist bisher für Mädchen und junge Frauen zwischen 9 und 26 Jahren geprüft.

Momentan wird die Impfung gegen HPV von der Stiko (Ständige Impfkommission) für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren empfohlen (Stand 23. März 2007).

 

Zeitpunkt einer Impfung:  
 

Besonders sinnvoll ist die Impfung vor Beginn der sexuellen Aktivität. Die HPV-Impfung wird 3 Mal in einen Muskel geimpft (Oberarm oder Oberschenkel). Die Zeitabstände sind 0 - 2- 6 Monate bzw. 0-1-6 Monate je nach verwendetem Impfstoff.

 

Wer sollte nicht geimpft werden?  
 

Bei akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollte nicht geimpft werden und die Impfung verschoben werden. Bei einer Krankheit des Gerinnungssystems sollte mit besonderer Vorsicht geimpft werden.

Über Impfungen während einer Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor. Daher sollte erst nach der Geburt geimpft werden.

Während der Stillzeit kann geimpft werden.

 

Nebenwirkungen  
 

Nach der Impfung sollte der Impfling ungewohnte Belastungen 3 Tage meiden. Es kann zu Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle kommen. Meistens klingen diese Symptome, die auch schmerzhaft sein können, nach 1 bis 3 Tagen ab.

 

Impfkomplikationen  
 

Impfkomplikationen gehen über das normale Maß einer Nebenwirkung hinaus. Diese Reaktionen sind jedoch eine Rarität. Allergische Reaktionen sind zwar möglich, bislang jedoch nicht beobachtet worden. Ein Hautausschlag tritt sehr selten auf. 

 

Literatur:  
 

 

Epidemiologisches Bulletin Robert-Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Handbuch DGPI, 4. Auflage Infektionen bei Kindern und Jugendlichen

Deutsches Grünes Kreuz Fördergesellschaft mbH, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg

 

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Diese Homepageseite wurde zuletzt überarbeitet am 10. Dezember 2007.

 

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